Jahreshauptversammlung am 22.05.2026
Aufbruchsstimmung und Wertschätzung bei der Jahresversammlung des SV Soltau
Böhme-Zeitung - VON ROMAN CEBULOK
Soltau. In einer von Gemeinschaft, Zuversicht und großem ehrenamtlichem Engagement geprägten Atmosphäre fand in der Bibliothek der Waldmühle die Jahresversammlung des SV Soltau statt. Mitglieder, Ehrenamtliche und Gäste aus Politik blickten gemeinsam auf ein bewegtes Sportjahr zurück und richteten zugleich den Blick optimistisch in die Zukunft.
Der Vorsitzende Robin Sedha stellte in seiner Ansprache besonders die Menschen in den Mittelpunkt, die den Verein Tag für Tag mit Leben füllen: Trainer, Übungsleiter, Betreuer und viele freiwillige Helfer. Ohne dieses Ehrenamt wäre ein aktives Vereinsleben nicht möglich, betonte Sedha.
Auch Soltaus Bürgermeister Karsten Brockmann würdigte in seinem Grußwort die wichtige gesellschaftliche Rolle des Vereins. Gleichzeitig machte er den Mitgliedern Hoffnung auf bessere sportliche Rahmenbedingungen: Die geplante Sanierung der Sportplätze im Sportpark Ost sowie an der Winsener Straße solle trotz zunächst ausbleibender Bundesförderung umgesetzt werden.
Nach der Genehmigung des Protokolls sowie den Berichten aus den Sparten wurde der Vorstand auf Vorschlag von Kassenprüferin Carola Trau einstimmig entlastet. Besonders erfreulich: Der SV Soltau erweitert sein sportliches Angebot und gründet eine neue Volleyball-Sparte. Für deren Aufbau stellte die Versammlung einstimmig einen Jahresetat von 500 Euro bereit.
Trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten zeigt sich der Verein solide aufgestellt. Zwar musste der SV Soltau im Jahr 2025 aufgrund notwendiger Investitionen für den Spielbetrieb ein Minus von rund 5500 Euro verbuchen, dennoch sprach der stellvertretende Vorsitzende Helmut Kurtz von einer verantwortungsvollen und stabilen Finanzführung. Der vorgestellte Haushaltsplan 2026 wurde ohne Gegenstimme verabschiedet.
Emotional wurde es beim Blick auf die sportlichen und menschlichen Erfolge des Vereins. Die erste Herren-Fußballmannschaft schaffte mit dem zweiten Aufstieg in Folge den Sprung in die 1. Kreisklasse. Aktuell zählt der SV Soltau 445 aktive und passive Mitglieder.
Kurtz verabschiedete sich aus dem Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Der 8l-Jährige hatte bereits im Vorfeld angekündigt, aus Alters- und Zeitgründen nicht erneut kandidieren zu wollen.
Über viele Jahre hinweg prägte er die Vereinsarbeit mit großem Pflichtbewusstsein und außergewöhnlichem Einsatz. Umso größer war der Dank der Mitglieder, dass Kurtz dem Verein weiterhin als Berater für Finanzfragen erhalten bleibt.
Sedha machte zugleich deutlich, dass die Zukunft des Vereins nur gemeinsam gestaltet werden könne. Angesichts steigender Kosten beschlossen die Mitglieder der eine moderate Beitragsanpassung ab Januar 2027. „Erfolge kommen nicht von allein. Die Anpassung ist eine Investition in
unsere Jugend, unsere Werte und die Zukunft unseres Vereins“, erklärte Sedha.
Enrico Mellinger ist neuer stellvertretender Vorsitzender
Unter der Leitung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Birhat Kaçar wurde Schiedsrichter-Obmann Enrico Mellinger zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Ebenfalls bestatigt wurde Ute Lührmann als Schatzmeisterin. Kurtz übernimmt für ein weiteres Jahr kommissarisch die Aufgaben des Schriftführers. Neu in den Vorstand gewählt wurden Florian Döll für Öffentlichkeitsarbeit und Presse sowie Dr. Stephan Zlab als Fußball-Spartenleiter. Auch die Kassenprüfer Carola und Jens Trau wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Zu den emotionalen Höhepunkten des Abends gehörten die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für beeindruckende 50 Jahre Vereinstreue wurde Wolfgang Möhle ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied ernannt. Die Treuenadel in Silber für 15-Jährige Mitgliedschaft erhielten Tim Büring und Benedik Ehrhorn. Mit der bronzenen Treuenade, für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Frank Hellwig, Mika Mallü, André Rose, Lea Michelle Rose und Angelika Väth geehrt. Das Jugendabzeichen in Silber wurde verliehen an Maximilian Fernandes Vidal, Jannes Herzberg, Raphael Ort, Julian Rose, Samira Schubbert und Dennis Usoltsev.